Mehr Mobilität für Atembehinderte
Bern. Die Lungenliga hat sieben neue Flüssigsauerstoff-Tankstellen eröffnet: Auch in Delémont, Freiburg, Heiligenschwendi, Münsterlingen, Olten, Solothurn und Yverdon können Atembehinderte nun kostenlos ihre mobilen Sauerstoffbehälter auffüllen. Schweizweit ermöglichen damit 30 Tankstellen Atembehinderten ein aktiveres Leben.
Viele schwer lungenkranke Menschen sind auf kontinuierliche Sauerstoffzufuhr angewiesen. Zuhause versorgt sie ein Tank mit dem lebenswichtigen Sauerstoff. Mobile Geräte ermöglichen ihnen, zu reisen oder gar einer Arbeit nachzugehen. „Für schwer Atembehinderte bedeutete eine Sauerstofftherapie früher oft, dass sie ihre Wohnung kaum noch verlassen konnten“, sagt Dr. med. Thomas Schmid, Lungenfacharzt. „Mit dem tragbaren, aufladbaren Sauerstoff-Tank können sich Patientinnen und Patienten mehrere Stunden ausserhalb der eigenen Wohnung bewegen.“
Der Sauerstoff in den mobilen Geräten reicht meist nur für wenige Stunden. Dank den Flüssigsauerstoff-Tankstellen an zentralen Standorten sind auch längere Ausflüge möglich.
Mittlerweile umfasst das Tankstellennetz alle wichtigen Bahnknotenpunkte. Alle Standorte sind 365 Tage im Jahr zugänglich, manche gar rund um die Uhr. Das Abfüllen ist für die Patientinnen und Patienten kostenlos und wird ermöglicht durch die Standortbetreiber, die Sauerstofflieferanten Carbagas, Messer und PanGas, die Genossenschaft LOX, die Bahnhofhilfe und die Selbsthilfegruppe für Lungenkranke.
Weitere Informationen: www.lungenliga.ch/tankstellen
Quelle: OTS
