"Kommen Sie näher": Neue Kampagne von Pro Infirmis zum Thema Behinderung
Medienmitteilung vom 28. März 2011
Die Werbekampagnen von Pro Infirmis geniessen hohe Beachtung. Die Plakate der Kampagne "Wir lassen uns nicht behindern" gewannen Preise der Werbefachwelt und brachten der Öffentlichkeit die Integration von Menschen mit Behinderung näher. Die TV-Spots der Nachfolgekampagne "Kommen Sie näher", die seit heute zu sehen sind, knüpfen an der Tradition der vergangenen Jahre an: Sie bringen das Thema Behinderung auf berührende und irritierende Art näher.
Der "Bär" steht mitten in der Fussgängerzone. Etwas verloren erst, dann bemüht er sich um Kontakt mit seiner Umgebung: Er breitet die Arme aus und umarmt die Menschen – und lässt sich umarmen. Von Frauen, von Kindern von Männern, alten und jungen. Berührende kurze Augenblicke. Dann zieht er seinen Bären-Kostüm-Kopf aus. Zum Vorschein kommt Fabian Bischoff, 28 jährig, schwer behindert nach einem Schädel-Hirn-Trauma durch einen Unfall im Alter von acht Jahren. Er steht inmitten der irritierten Passanten, hält seinen Bärenkopf unter dem Arm und sagt oder denkt sich: "Müssen wir uns verkleiden, damit wir uns näher kommen?" – Darauf folgt die Aufforderung an die Gesellschaft: "Kommen Sie näher".
Diese Aufforderung steht im Zentrum der Sensibilisierungskampagne von Pro Infirmis: die Aufforderung an die Öffentlichkeit "Kommen Sie näher, setzen Sie sich mit uns auseinander, setzten Sie sich mit dem Thema Behinderung auseinander, kommen Sie näher zu Pro Infirmis."
In gewohnt provokativer Art signiert die grösste Behindertenorganisation am Schluss:
"Pro Infirmis – Wir schaffen Behinderung ab." Damit bringt sie zum Ausdruck, dass Behinderung nicht nur ein Defizit oder eine Beeinträchtigung an Körper, in Geist oder Psyche des Betroffenen ist, sondern dass es auch ein "behindert werden" durch Umwelt und Gesellschaft gibt. Durch Hürden und Barrieren bei Bauten, Transportmitteln, Dienstleistungen, Schulsystemen, in der Arbeitswelt und in der Freizeit. Und diese Behinderung abzuschaffen, daran arbeitet Pro Infirmis.
Die Kampagne "Kommen Sie näher" von Pro Infirmis wurde von Jung von Matt/Limmat umgesetzt. Der Regisseur Alain Gsponer realisierte den TV-Spot als "Dokumentation eines Experimentes".
HomeZum TV-Spot (lange Version) auf Youtube.com:
http://www.youtube.com/watch?v=ocBh9bgph_g
Weitere Informationen:
Medienstelle Pro Infirmis
Mark Zumbühl
mark.zumbühl@proinfirmis.ch
044 388 26 77 und 079 415 26 27
- Dateien
PI_film_3_02.jpg [3.1 M]

