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Rückblick auf die Geschichte von Pro Infirmis

1920

Am 31. Januar konstituiert sich in Olten im Rahmen der 1. Generalversammlung die Schweizerische Vereinigung für Anormale SvfA. Die Gründungsmitglieder sind: 


Schweiz. Zentralverein für das Blindenwesen, Schweiz. Fürsorgeverein für Taubstumme

der Suisse romand, Schweiz. Gesellschaft für Erziehung und Pflege Geistesschwacher, Schweiz. Verband für Krüppelhafte. 
"Die neue Vereinigung hat zum Zweck, die Bestrebungen der einzelnen, der Pflege und Fürsorge körperlich und geistig Anormaler sich widmenden Vereine und Institutionen zu unterstützen und in wirksamer Weise im Volk und bei den Behörden zu Geltung zu bringen". (aus den 1. Statuten)

1923

Weitere Verbände sind beigetreten, die Mitgliederzahl ist auf 10 gestiegen.Der Bundesrat beschliesst, einen Kredit von Fr. 15 000.- "zugunsten des Abnormenwesens" ins eidgenössische Budget aufzunehmen (erste Bundessubvention).

1925

Am 6. Dezember beschliesst die Stimmbevölkerung in einer Volksabstimmung die Aufnahme des Art. 34 betreffend Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung in die Bundesverfassung.

1929

Geschäftsstellen der SVfA in Zürich und Genf.

Als "eine der dringendsten nächsten Aufgaben" nennt die Vereinigung "die Schaffung eines Netzes von Fürsorgestellen in der ganzen Schweiz".

1933

Erste Tessiner Geschäftsstelle eröffnet

1934

Einführung der "Kartenspende" mit dem Ziel: "Ausbau der praktischen sozialen Hilfe in den Kantonen und die Notlage vieler Gebrechlicher und mancherlei Missstände im Sammelwesen zugunsten Behinderter zu verbessern." 
Das erste Logo wird entworfen.

1935

Ausbau der deutschschweizerischen Geschäftsstelle zum Zentralsekretariat unter Aufhebung der Geschäftsstellen in der Westschweiz und im Tessin. 
Maria Meyer wird erste Zentralsekretärin. 
Die SVfA ergänzt ihren Namen um den Zusatz "Pro Infirmis", der den unbeliebten Ausdruck "für Anormale" allmählich ersetzen soll. 


Neue "Fürsorgestellen" werden in den Kantonen Aargau, Bern, Schaffhausen und Thurgau eröffnet. Die im Kanton Genf eröffnete Stelle wird 1937 geschlossen und 1941 neu eröffnet.

1939

Pro Infirmis präsentiert ihre Anliegen an der Landesausstellung: "Das Hauptgewicht wurde auf die Darstellung der Leistungen Gebrechlicher gelegt." (Jahresbericht 1939).

1940

Die ZEWO (Zentralauskunftsstelle für Wohlfahrtsunternehmen) kennzeichnet Pro Infirmis als gemeinnütziges Werk.

1942

Am 1. Juli erscheint die erste Nummer der Pro Infirmis-Zeitschrift, die sich zunächst gegen die im Dritten Reich ausgelöste Kampagne zur "Tötung unwerten Lebens" wendet und diese auch in den folgenden Nummern verurteilt. Weiteres Ziel der Zeitschrift: gemeinsames Sprachrohr der Gebrechlichenhilfe, Aufklärung der Öffentlichkeit, Ermutigung zu neuen Lösungen. Erster Redaktor: Prof. Dr. H. Hanselmann

1943

Pro Infirmis führt 11 "Fürsorgestellen" mit 17 ausgebildeten Fürsorgerinnen, 3 Gehilfinnen und 3-7 Halbtagskräften und Praktikantinnen. 12 Fachverbände sind Mitglieder.

1950

Einführung der Patenschaftsaktion zur Mitfinanzierung von notwendigen medizinischen, heilpädagogischen oder beruflichen Massnahmen.

1951


Aufgrund der Ergebnisse einer Pro Infirmis-Arbeitsgruppe wird die

"Schweiz. Arbeitsgemeinschaft zur Eingliederung Behinderter in die Volkswirtschaft" gegründet.

1960

Inkrafttreten des Eidgenössischen Invalidenversicherungsgesetzes IVG am 1. Januar. 
Hauptziel ist die (Wieder-)Eingliederung der Versicherten ins Erwerbsleben.

1966

Inkrafttreten des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (ELG). 
Unter dem Titel "Die Leistungen gemeinnütziger Institutionen" werden an Pro Infirmis Beiträge zur "Finanzierung von Leistungen zugunsten Invalider" ausgerichtet, heute "Finanzielle Leistungen an Menschen mit Behinderung" (FLB).

1975

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen beschliesst die Resolution Nr. 3447 über die Rechte behinderter Menschen.

1978

Pro Infirmis nimmt die Arbeitsgemeinschaft Schweiz. Kranken- und Invaliden-Selbsthilfeorganisationen ASKIO (heute: AGILE Behinderten Selbsthilfe Schweiz) als Mitglied auf, ein Signal für verstärkte Zusammenarbeit mit den Betroffenen.

1981

Internationales UNO-Jahr des Behinderten. Motto: "Full Participation and Equality". 


Pro Infirmis ersetzt das Signet "Der angekettete Flügel" durch das Logo "Der Mensch im Mittelpunkt".

1983

Pro Infirmis lanciert das Pilotprojekt "Bildungsklub für geistig Behinderte" (Erwachsenenbildung für Menschen mit geistiger Behinderung).

1987

Erste Wohnschulen im Kanton Zürich werden gegründet.

1991

Pro Infirmis führt rund 50 Beratungsstellen in der ganzen Schweiz.

1993

Im Rahmen einer Fachtagung entwirft Pro Infirmis die Grundzüge der Assistenzdienste für ein selbstbestimmtes Leben.

1995

Pro Infirmis beginnt sich für die Gleichstellung behinderter Menschen einzusetzen.

1999

Pro Infirmis erhält ein neues Erscheinungsbild. Das heute gültige Pro Infirmis-Logo mit dem Zusatz "Die Organisation für behinderte Menschen" entsteht. Im gleichen Jahr gründet

Pro Infirmis die Stiftung "Profil - Arbeit & Handicap".

2000

Pro Infirmis lanciert unter dem Titel "Wir lassen uns nicht behindern" den ersten Teil einer viel beachteten Image- und Plakatkampagne. 
Die neuen Statuten definieren die Kollektivmitgliedschaft: "Organisationen der Behindertenhilfe, die ambulante und individuelle Dienstleistungen mit ausgebildeten Fachpersonen erbringen".

2001

Mit der Lancierung des Pilotprojektes "Sozialberatung für psychisch Behinderte" wird ein grosser Ausbauschritt eingeleitet. 2004 ist das Pilotprojekt abgeschlossen und die Dienstleistung in das reguläre Angebot von Pro Infirmis aufgenommen.

2003

Pro Infirmis unterstützt gemeinsam mit anderen Organisationen die Volksinitiative

"Gleiche Rechte für Behinderte". Obwohl die Volksinitiative scheitert, kann die monatelange Medienpräsenz als Erfolg gewertet werden. Durch das Festhalten an der Volksinitiative werden Verbesserungen beim Behindertengleichstellungsgesetz erreicht.

2004

Das Bundesgesetz zur Beseitigung der Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz; BehiG) tritt in Kraft.

2006

Pro Infirmis öffnet die Dienstleistung "Begleitetes Wohnen" für die neue Zielgruppe, psychisch behinderte Menschen.

2009

Zusammen mit dem Verein Pro IV und einer Plakatkampagne kämpft Pro Infirmis erfolgreich für die IV-Zusatzfinanzierung.

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