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Kampagnen

Kampagne 2016: Angst lähmt


Sie können jeden treffen und überall und jederzeit auftreten: Angststörungen – Panikattacken. In der Schweiz leiden 800‘000 Menschen an dieser Form von psychischer Beeinträchtigung. Oftmals ist sie so schwer, dass sie die Betroffenen komplett vom sozialen Leben ausschliesst, sie im eigentlichen Sinne behindert. Pro Infirmis sensibilisiert mit ihrer neuen Kampagne die Schweizer Bevölkerung für das Thema Angststörungen und fordert auf: „Sprechen wir darüber!“

„Mit Freunden ins Restaurant gehe ich nicht mehr, ich besuche keine Konzerte mehr, gehe in kein Museum, und meine Einkäufe erledige ich im Internet. Der Wunsch nach einem Spaziergang an der frischen Luft ist zwar da, aber die Angst vor einer Panikattacke zu gross. Ich bleibe zuhause, eingeschlossen in der Wohnung, ausgeschlossen aus der Gesellschaft.“
So beschreibt Erika B. aus Zürich ihren Alltag in der akuten Phase ihrer Krankheit. Sie ist in „guter“, prominenter Gesellschaft: Musiker wie Eric Clapton und David Bowie litten unter Panikattacken, Schriftsteller wie Bertold Brecht und Franz Kafka wurden zeitlebens von starken Ängsten geplagt.

Angststörungen sind in der Schweiz nach Depressionen die zweithäufigste psychische Beeinträchtigung. Frauen sind rund zweieinhalb Mal häufiger betroffen als Männer. Eine der schwerwiegendsten Formen von Angststörungen, die Agoraphobie, beginnt in der Regel im Übergang von der Adoleszenz ins Erwachsenenalter. Betroffene können sich nicht in öffentlichen Räumen, Verkehrsmitteln oder grösseren Menschenansammlungen aufhalten. Sie leiden unter Symptomen wie Herzrasen oder Herzstechen, Zittern, Schwindel, Schweissausbrüchen oder Erstickungsangst. Aus Angst vor diesen Symptomen meiden sie die Öffentlichkeit und ziehen sich zurück. In der Konsequenz verlieren sie oft die Arbeitsstelle sowie den Anschluss an das gesellschaftliche Leben.

Weg vom gesellschaftlichen Stigma

Von den Leistungsbezügern der Invalidenversicherung (IV) haben rund 45 % eine Diagnose einer psychischen Erkrankung wie z.B. Angststörungen. Obwohl geschätzt nur 30-50% der Betroffenen überhaupt Hilfe suchen, haben die Kosten der psychischen Erkrankungen in der Schweiz schon vor fünf Jahren die Milliardengrenze überschritten (Angaben IV). Dazu kommen zusätzliche indirekte Kosten wie z.B. Arbeitsausfälle von einer halben Milliarde Franken.

Bei Pro Infirmis, der grössten schweizerischen Fachorganisation im Behindertenwesen, betrifft rund ein Drittel der Dossiers Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, psychischen Behinderungen, wie zum Beispiel Angststörungen. Diese Menschen unterstützt Pro Infirmis mit Beratung und Begleitung und Unterstützung.

„Angststörungen sind ein gesellschaftliches Tabu, obwohl jede zehnte Person in der Schweiz betroffen ist. Mit der Kampagne „Angst lähmt“ möchten wir die Öffentlichkeit für das Thema „Angststörungen“ sensibilisieren und die Stigmatisierung der psychischen Behinderung abbauen“, erklärt Mark Zumbühl, Mitglied der Geschäftsleitung von Pro Infirmis. Der Kampagnenfilm, der ab heute über Social Media verbreitet wird, wurde mit dem bekannten und vielfach ausgezeichneten dänischen Regisseur Martin Werner gedreht und nimmt den Kampagnen-Claim „Angst lähmt“ auf spielerisch-ernsthafte Art auf.

Film:

https://youtu.be/vSSdn9mTFPM

Beschreibung des Spots für Blinde

Kampagne 2014: Wenn Menschen sich nur noch leer fühlen.


Immer mehr Menschen fallen aufgrund von psychischen Beeinträchtigungen aus dem Berufsleben und der Gesellschaft. Fast ein Drittel der Dossiers von Pro Infirmis, der grössten Behindertenorganisation der Schweiz, hat mittlerweile psychische Ursachen. Mit einem neuen Film des Regisseurs Alain Gsponer rückt Pro Infirmis in ihrer neuen Kampagne die psychische Behinderung in den Mittelpunkt. Der knapp zweiminütige Film zeigt einen Tag im Leben eines schwer depressiven Mannes, der kaum aus dem Bett kommt, sich in der Toilette einschliesst, um Kontakte zu vermeiden und die Küsse seiner Kinder nicht mehr spürt. Er fühlte sich wie eine leere Hülle.

Anders als körperliche Behinderungen sind psychische Beeinträchtigungen für Aussenstehende praktisch nicht zu erkennen. Eine Depression oder eine andere psychische Erkrankung kann sich aber ebenso behindernd auf das Leben der Betroffenen und Angehörigen auswirken. Treten die Symptome anhaltend  auf, können Folgen wie Arbeitslosigkeit, Verlust von Wohlstand und sozialen Kontakten eintreten. Menschen in dieser Lage bleibt die Teilnahme am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben meistens verwehrt. „Behinderung hat immer zwei Seiten. Einerseits die körperliche oder psychische Erkrankung und andererseits die passive Behinderung durch die Gesellschaft, welche Menschen mit Behinderung vom Leben ausschliesst“ erklärt Mark Zumbühl, Leiter Kommunikation von Pro Infirmis.

Neuer Film von Alain Gsponer

Auch für den vierten Film unter dem Motto „Kommen Sie näher“ konnte Pro Infirmis den Schweizer Regisseur Alain Gsponer verpflichten. Der neue Film zeigt den Alltag eines erfolgreichen Arbeitnehmers und Familienvaters, der unter Depression leidet. Betroffene beschreiben immer wieder das Gefühl innerer Leere, als wären sie nur noch eine Hülle. Dieses Motiv nimmt der Film wörtlich auf. Der Einsatz von Schauspieler Matthias Bernhold im Film ist kurz. Bis zum Schluss des Films ist lediglich eine täuschend echte Figur des Mannes zu sehen. Erst im Schlussbild treffen Schauspieler Bernhold und die Figur aufeinander und es wird klar – der depressive Mann ist nur noch eine Hülle seiner selbst. Der Film ist  unter www.proinfirmis.ch/IchBinLeer in einer deutschen, französischen, italienischen und englischen Fassung zu sehen.

Eine Depression kann jeden treffen

Je nach Statistik sind rund ein Drittel der Schweizerinnen und Schweizer einmal im Leben von einer Depression betroffen. Während die Bevölkerung mehr über psychische Krankheiten weiss als früher, ist die Stigmatisierung der Betroffenen immer noch das Hauptproblem. Hier setzt die Kampagne von Pro Infirmis an und fordert dazu auf, sich mit Betroffenen auseinanderzusetzen. Wörtlich heisst es in der Kampagne „Eine Depression erkennt man nicht von aussen – Kommen Sie näher“. 

Pro Infirmis führte in einer Zusammenarbeit mit 20 Minuten und den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel eine Umfrage zum Thema psychische Gesundheit durch.

Film auf Youtube

Beschreibung für Blinde



Kampagne 2013: Wer ist schon perfekt? Kommen Sie näher!

Aktion zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung und Kurzfilm: An der Zürcher Bahnhofstrasse sorgen behinderte Schaufensterpuppen für erstaunte Blicke der Passanten. Zwischen makellosen Puppen stehen auch Figuren mit Skoliose oder Glasknochenkrankheit Modell für die neueste Mode. Die einen haben verkürzte Gliedmassen, die anderen eine deformierte Wirbelsäule. Die Aktion von Pro Infirmis zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung steht unter dem Motto „Wer ist schon perfekt? Kommen Sie näher.“ und regt zum Nachdenken über die Akzeptanz von Menschen mit Behinderung an. Regisseur Alain Gsponer hält die Aktion in einem Kurzfilm fest.

Ein Film von Regisseur Alain Gsponer zeigt die Aktion vom Casting der Modelle bis zur Ausstellung der Puppen in den Geschäften an der Bahnhofstrasse. Der Kurzfilm ist ab sofort unter www.proinfirmis.ch/perfekt oder auf Youtube unter http://youtu.be/vf55LVk4ek4 zu sehen.

Beschreibung für Blinde

Kampagne 2012: Durch die Augen eines behinderten Mannes

3.12.2012: Pro Infirmis setzt auf ein Experiment: Gianni Blumer, behindert seit seiner Geburt, filmt Begegnungen mit Menschen durch eine versteckte Kamera in seiner Brille. Der Spot ist unter dem Motto "Kommen Sie näher" entstanden.

Auf den ersten Blick begegnen ihm die Menschen alle freundlich, zuvorkommend, aber eben doch bevormundend und belächelnd. Sie nehmen ihn nicht ernst, nicht als erwachsenen, selbstbestimmten Menschen. Gianni Blumer, 23 Jahre alt, wird im filmischen Experiment von Pro Infirmis wie ein Kind behandelt. Dabei hat er Anspruch darauf, als erwachsene Person ernstgenommen zu werden. "Die Leute sagen mir DU - dabei kenne ich sie gar nicht", erklärt Gianni Blumer im Spot.
http://www.youtube.com/watch?v=7FH4yK5ibmM

TV-Spot 2012: Beschreibung für Blinde

TV-Spot 2012: Off-Text für Gehörlose

Kampagne 2011: "Kommen Sie näher"

Am 28. März 2011 startete Pro Infirmis die Kampagne "Kommen Sie näher". Im Zentrum stand der TV-Spot, der auf allen Kanälen der Deutschschweiz, der Romandie und des Tessins zu sehen war.

Weitere Informationen und Links:

 

 

Plakatkampagne "Wir lassen uns nicht behindern"

Von 2001 bis 2008 war Pro Infirmis mit der Sensibilisierungs- und Imagekampagne "Wir lassen uns nicht behindern" an Plakatstellen und in Inseraten präsent. Ungewohnte, berührende und aufrüttelnde Bilder forderten zur Auseinandersetzung mit der Situation behinderter Menschen in der Schweiz auf. Die Bilder sollten in den Köpfen der Öffentlichkeit ein neues, gewandeltes Verständnis von selbständigen, selbstbewussten und eigenverantwortlichen Menschen mit einer Behinderung verankern.

Zum fünften Mal in Folge trat Pro Infirmis im Juni 2008 mit aussergewöhnlichen Plakaten an die Öffentlichkeit, in der gleichen Bildsprache, mit dem gleichen Slogan "Wir lassen uns nicht behindern". Die Bilder versinnbildlichen die Forderung "Schau auf die Person, nicht auf die Behinderung".

2009 kämpft Pro Infirmis, die grösste Organisation im Behindertenwesen, für ein Ja zur IV-Zusatzfinanzierung. Mit einer landesweiten Plakatkampagne soll im August und September 2009 die Bevölkerung zur Solidarität mit Menschen mit Behinderung aufgerufen werden. Die Kampagne basiert auf dem Slogan "Wir lassen uns nicht behindern – deshalb sagen wir Ja zur IV-Zusatzfinanzierung am 27. September 2009".

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Plakatkampagne "Integration"

Plakatkampagne "Integration"

"Integration" – das war DAS Wort

im Umfeld der Abstimmung zur

5. IVG-Revision. Von allen Seiten, von Gegnern und Befürwortern wurde Integration befürwortet, gefordert, in Aussicht gestellt.

Für Pro Infirmis, die grösste Behindertenorganisation der Schweiz, beschränkt sich Integration aber nicht auf die Arbeitswelt: Integration von behinderten Menschen in allen Lebenslagen ist ein Gebot unserer Zeit. Pro Infirmis setzt es um. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, startete Pro Infirmis im Juli 2007 eine nationale Plakatkampagne unter dem Motto "Integration wird bei Pro Infirmis gross geschrieben". In grafischer und farblicher Anlehnung an das Logo der Behindertenorganisation ist die Forderung "Integration", "Intégration", "Integrazione" schweizweit und überaus plakativ zu sehen.

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Alle Bilder zum Downloaden

Wissenschaftlliche Arbeit zu den Pro Infirmis Kampagnen: Strategien von (Un)Sichtbarkeit

Sozio-Mediale Konstruktion von Behinderung in den Werbekampagnen der Pro Infirmis.
Von Janine Werner, Oberseminararbeit, Universität Konstanz.

Strategien von (Un)Sichtbarkeit

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