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In der Schweiz sind Menschen mit Behinderungen immer noch weitgehend ausgeschlossen

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Nach 2023 publiziert Pro Infirmis heute ihren zweiten Inklusionsindex. Diese in der Schweiz einzigartige repräsentative Studie analysiert, wie Menschen mit Behinderungen ihre Inklusion in 10 Lebensbereichen wahrnehmen. Zum ersten Mal lässt sich so die zeitliche Entwicklung der Inklusion abbilden. Rund 1,7 Millionen Menschen sind in der Schweiz von einer Behinderung betroffen.

Ein enttäuschendes Ergebnis

Ein Teil der befragten Menschen mit Behinderungen sieht geringfügige Verbesserungen bei der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Behinderung. Doch bestehen in vielen Lebensbereichen erhebliche Hindernisse, welche die Inklusion und Teilhabe einschränken oder gar verunmöglichen. Etwa vier von fünf Personen fühlen sich in mindestens einem Lebensbereich stark ausgeschlossen.

Problemfelder Politik, Arbeit und Mobilität

Die Ausgrenzung ist in drei der zehn untersuchten Bereiche besonders ausgeprägt: Politik, Arbeit und Mobilität. Knapp drei von vier Menschen mit Behinderungen finden, dass sie politisch nicht hinreichend vertreten sind. Und vier von fünf schätzen ihre Chancen auf eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt als schlecht ein. Hinzu kommt, dass sich zwei von fünf Menschen mit Behinderungen bei der Nutzung des öffentlichen Verkehrs eingeschränkt fühlen.

Dringender Handlungsbedarf

Diese Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, jetzt griffige Massnahmen für die Inklusion zu ergreifen. Für Manuele Bertoli, Co-Präsident von Pro Infirmis, zeigt die Studie, «dass Inklusion im Alltag von Menschen mit Behinderungen noch lange nicht fest verankert ist. Der Handlungsbedarf bei Bund und Kantonen ist riesig.»


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