Zurück

Pro Infirmis schlägt mit Humor eine Brücke zum Weiterdenken

Pro Infirmis lanciert neue Kampagne: „Alle sind gleich. Niemand ist gleicher.“

Zürich. Wir alle erleben im Alltag lustige, nervige oder gar peinliche Situationen. In diesem Punkt geht’s uns allen gleich. Menschen mit einer Behinderung haben's trotzdem oft schwieriger, da müssen wir uns nichts vormachen. Sie haben zusätzliche Hürden zu bewältigen. Pro Infirmis setzt sich für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ein und fordert mit ihrer neusten Kampagne zum Hinschauen auf.

Pro Infirmis beleuchtet mit ihrer neusten Kampagne das Thema Inklusion einmal anders: Fabiennes Handy klingelt mitten in der Prüfung. Jasmin entdeckt eine rote Socken in ihrer rosa verfärbten Wäsche. Elena tritt beim Joggen mit ihrer Prothese in einen Hundehaufen. Solche Situationen kennen wir alle. Wir sind gleicher als wir denken. “Mit unserem Kampagnenfilm heben wir anhand komischer Alltagsituationen Gemeinsamkeiten hervor, um zum Weiterdenken anzuregen”, sagt Susanne Stahel, Kommunikationschefin und Geschäftsleitungsmitglied von Pro Infirmis. Denn hinter diesen Gemeinsamkeiten können im Alltag von Menschen mit Behinderung Lebensumstände stecken, bei denen einem das Lachen im Hals stecken bleibt: Wer eine Behinderung hat, ist überdurchschnittlich oft von Armut betroffen oder findet halb so oft eine Arbeitsstelle. Für Menschen mit einer körperlichen Behinderung gibt es einen sehr begrenzten Wohnungsmarkt; die meisten kulturellen Angebote sind nicht auf Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zugeschnitten. 

Die Einsicht, dass bei allen das Butterbrot nach Murphy’s Law schon auf der falschen Seite am Boden gelandet ist, kann ein Anstoss dazu sein, sich überzeugt für eine inklusive Gesellschaft einzusetzen. Humorvoll fordert die grösste nationale Fachorganisation für Menschen mit Behinderung die breite Öffentlichkeit dazu auf, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu einer inklusiven Gesellschaft beizutragen. Denn Inklusion ist genauso eine gemeinschaftliche wie eine individuelle Aufgabe und bedeutet, dass die 1,8 Millionen Menschen mit Behinderung in der Schweiz selbstbestimmt und ohne gesellschaftliche Barrieren an allen Lebensbereichen teilnehmen können. Eine inklusive Gesellschaft anerkennt die Vielfalt der Menschen als Stärke. Dafür macht sich Pro Infirmis stark. 

Weitere Informationen
 

Fussbereich

nach oben