Partizipation bei Pro Infirmis

Als grösste Schweizer Fachorganisation setzt sich Pro Infirmis seit 1920 für die Partizipation und Inklusion von Menschen mit Behinderungen ein. Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums haben wir die Partizipation in unseren Statuten verankert und rufen den Ausschuss "Partizipation und Inklusion" ins Leben. Ebenfalls sind Veranstaltungen geplant, bei denen die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Zentrum steht.

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Ausschuss „Partizipation und Inklusion“

Ein dreiviertel Jahr, nachdem die Delegierten die Partizipation in unseren Statuten schriftlich verankert hatten, ist unser Ausschuss «Partizipation und Inklusion» seit dem 13. April komplett.

Estelle Berberat, Fernanda Falchi, Markus Böni, Michaël Wenger, Mirjam Gasser und Peter Ladner heissen die frisch gewählten Mitglieder des Ausschusses «Partizipation und Inklusion». Sie leben alle mit einer Behinderung und werden ihre Expertise und ihre Sichtweise im neuen Ausschuss einbringen.


Fernanda Falchi

«Inklusion bedeutet, dass wir einbezogen werden und die gleichen Chancen und Rechte wie alle anderen haben. Ich freue mich, gemeinsam Barrieren abzubauen.» 

Mirjam Gasser

«Inklusion erreichen wir, wenn wir die UNO-Behindertenrechtskonvention umsetzen – und dafür wiederum ist die Partizipation von Menschen mit Behinderungen unabdingbar.»

Markus Böni

«Im Leitbild von Pro Infirmis steht ‘Unsere Vision ist eine inklusive Gesellschaft’. Um dies umsetzen zu können, muss die Organisation eine Vorreiterrolle übernehmen. Wo Inklusion und Partizipation draufsteht, muss auch Inklusion und Partizipation gelebt werden.»

Estelle Berberat

«Ich teile den Wert, dass wir mit allen unseren Unterschieden zusammenleben. Es motiviert mich, bei der Gruppenarbeit Erfahrungen auszutauschen und Standpunkte zur Debatte zu bringen. Die Herausforderung, zu einer besseren Zukunft beizutragen – dafür werde ich mich voll und ganz einsetzen.»

Michaël Wenger

«Dass Pro Infirmis Menschen, die tagtäglich mit Behinderungen leben müssen, dazu einlädt, sich zu den Prozessen und Funktionsweisen der Organisation zu äussern, verleiht unserer Arbeit und unseren Dienstleistungen eine neue Dimension.»

Peter Ladner

«Für mich heisst Inklusion, gemeinsam auf einen Nenner zu kommen. Ich arbeite gerne mit Gleichgesinnten zusammen, um dieses Ziel zu erreichen.»

Weshalb der Ausschuss

Obwohl Menschen mit Behinderungen bei Pro Infirmis  bei Entscheidungsprozessen schon lange mitdiskutieren und im Vorstand sowie in den Kantonalkommissionen vertreten sind, gehen wir einen Schritt weiter: Betroffene sollen in unserem neuen Ausschuss die Partizipation und Inklusion von Menschen mit Behinderungen bei Pro Infirmis mitgestalten.

Was soll der Ausschuss „Partizipation und Inklusion“ bewirken?

Der Ausschuss ist ein erster Schritt zu inklusiven Strukturen auf allen Ebenen bei Pro Infirmis. Das wird einen längeren Lern- und Veränderungs­prozess brauchen. Die Delegiertenversammlung hat im Juli 2020 die entsprechende Statutenänderung angenommen.

Der Ausschuss „Partizipation und Inklusion“ berät und unterstützt den Vorstand in seiner Aufgabe, die Umsetzung der UNO-BRK, insbesondere die Partizipation und Inklusion von Menschen mit Behinderungen, in der Organisation sicherzustellen.

„Mit der Gründung des Ausschuss wollen wir andere motivieren, es uns gleichzutun.“

Felicitas Huggenberger
Direktorin Pro Infirmis

Begegnungsanlass in Bern auf dem Bundesplatz

Eine stärkere Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Politik ist ein langfristiges Ziel für Pro Infirmis. Dafür organisieren wir im Jahr 2022 einen Grossanlass auf dem Bundesplatz in Bern. Mit Diskussionen auf Augenhöhe, politischen Debatten und musikalischer Unterhaltung tragen Menschen mit Behinderungen ihre Anliegen damit ins Herzen der Schweizer Politik.

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