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Porträts von Klienten zum 75-Jahr-Jubiläum

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Im Rahmen der 75-Jahr-Feierlichkeiten porträtieren die «Freiburger Nachrichten» zu jeder Veranstaltung von Pro Infirmis Freiburg eine/n Klient*in. An dieser Stelle fassen wir für Sie die Porträts im Überblick zusammen. 

Am 1. Juli hat den offiziellen Festtag zum 75. Geburtstag von Pro Infirmis Freiburg in Estavayer-le-Lac stattgefunden. Die Freiburger Nachrichten haben zu diesem Anlass einen Künstler porträtiert. 

Stefan, 47 Jahre: «Das Malen und Zeichnen war immer in mir drin»

Seit Stefan H. seine Arbeit im Atelier für Menschen mit Behinderung aufgegeben hat, widmet sich der 47-Jährige Stadtfreiburger ganz seinem Hobby, der Malerei.  Der Freiburger wurde mit einer Zerebralparese und einem Herzfehler geboren, seine linke Seite ist teilweise gelähmt und aufgrund des Herzfehlers ist er schneller erschöpft. Das machte es schwer in den ersten Arbeitsmarkt zu gelangen, obwohl er nach der Orientie­rungsschule eine IV-Lehre als Büropraktiker in einer Schule für Körperbehinderte absolvierte.

Die Arbeit in den Ateliers für Menschen mit Behinderungen hat ihm nicht zugesagt, er fühlte sich nicht ernst genommen und ihm fehlte die Durchmischung: «Ich habe meine Heimat nicht gefunden», meint Stefan Herren. Vor gut acht Jahren hat er seine Arbeit im Atelier aufgegeben, seither widmet er sich ausschliesslich der Malerei, seiner grossen Leidenschaft. Seither lebt Stefan H. von seiner IV-Rente. Finanziell ist es schwierig, er kommt gerade so durch. Heute lebt Stefen Herren alleine: Pro Infirmis hat ihn auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt, mit dem Angebot «Begleitetes Wohnen», Noch heute ist Stefan Herren froh um die Dienste von Pro Infirmis, etwa beim Ausfüllen der Steuererklärung und bei Gesuchen zur IV und den Ergänzungsleistungen. Für die Zukunft wünscht sich Stefan mehr Inklusion: «Dazu aber braucht es wohl noch einige Generationen». 

Lest die ganze Reportage im Abo auf: 

Freiburger Nachrichten

Am 29. Mai hätte die inklusive Olympiade stattfinden sollen – coronabedingt findet sie jedoch erst am 11. Juni 2022 statt. Auf die Publikation des berührenden Porträts von Romany wollten die Freiburger Nachrichten dennoch nicht verzichten.

Romany, 30 Jahre: «Ich bin hirnverletzt, ich brauche für alles länger.»

Romany war 19-jährig, als eine Hirnblutung ihr Leben komplett auf den Kopf stellte. Pro Infirmis Fribourg hat Romany bei der Suche nach einem Reha-Platz geholfen und unterstützt sie bis heute bei der Bewältigung der administrativen Aufgaben im Alltag.

Die Hirnblutung erlitt Romany kurz vor Weihnachten 2009: Sie wird mehrmals operiert und ins Koma versetzt. Die Ärzte rechneten damit, dass Romany nur schwer behindert überlebt. Nach monatelangem Spitalaufenthalt ging es ihr besser, doch eines blieb zurück: ein Neglect, wie es die Ärzt*innen nennen, Romany konnte ihre linke Seite nicht mehr wahrnehmen. In der Physio- und Mentaltherapie lernte Romany mit ihrem Handicap umzugehen, aber belastbar ist Romany bis heute nicht. Scheinbar alltägliche Dinge, wie Gehen und Wäsche machen, fordern von Romany extreme Konzentration und die Müdigkeit tritt schnell ein. 

Nach ihrer Hirnblutung versuchte sie, in den Beruf als Autolackiererin zurückzukehren. Doch die Arbeit war zu körperlich und mental zu anstrengend. Eine Umschulung folgte, erst ein Hauswirtschaftspraktikum, dann die Ausbildung zur Aktivierungstherapeutin. Eine Stelle hat Romany bis heute nicht gefunden, der Einstieg gestaltet sich mit dem Handicap schwer: «Wir leben in einer Gesellschaft, die sich nie Zeit nimmt», sagt Romany.

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Freiburger Nachrichten

Alle Informationen zu den Jubiläumsfeierlichkeiten von Pro Infirmis Fribourg auf:

proinfirmis.ch/75Jahre

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