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Bilanz und Perspektiven zum Assistenzbeitrag

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Pro Infirmis hat am 18. Mai in Bern eine Konferenz zum zehnjährigen Jubiläum des Assistenzbeitrags veranstaltet. Etwa 140 Personen haben in der Welle 7 gemeinsam Bilanz gezogen und Perspektiven für die Zukunft gestaltet. Mit dabei waren Bezüger*innen eines Assistenzbeitrags und Angehörige, Fachpersonen, Organisationsvertretende und Parlamentarier*innen.

Einen Tag lang stand die Welle 7 beim Bahnhof Bern im Zeichen von Diskussionen, Ideen und Zukunftsvisionen zum Assistenzbeitrag, den es in der Schweiz nun seit zehn Jahren gibt.  Rund 140 Personen aus der ganzen Schweiz haben an der Konferenz «Zehn Jahre Assistenzbeitrag» teilgenommen.

Der Assistenzbeitrag ist das Ergebnis eines sozialen Kampfes – des Willens von Menschen mit Behinderungen, ausserhalb des institutionellen Rahmens selbstbestimmt zu Hause zu leben. Zehn Jahre Assistenzbeitrag haben die positiven Aspekte und die Herausforderungen, die diese Leistung mit sich bringt, deutlich gemacht. Dank dem Assistenzbeitrag können Menschen mit Behinderungen selbst entscheiden, wie und mit wem sie leben möchten. Die Liste der Schwierigkeiten, die sich um diese IV-Leistung ranken, ist aber trotzdem lang. Vor allem ist der Verwaltungsaufwand zu hoch und das Arbeitgebermodell, das viele Vorteile mit sich bringt, muss vereinfacht oder durch Alternativen ergänzt werden. Die Beziehung zu den persönlichen Assistentinnen und Assistenten ist «reich, menschlich, aber auch anspruchsvoll» (Prof. Pierre Margot-Cattin).

Zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen, die sich für ein Leben mit persönlicher Assistenz entschieden haben, muss auch dafür gesorgt werden, dass die Arbeit der persönlichen Assistentinnen und Assistenten anerkannt, aufgewertet und besser bezahlt wird. Nach zehn Jahren Assistenzbeitrag steht fest: «In einer Welt, die sich verändert und wandelt, wird der Assistenzbeitrag in fünf oder zehn Jahren nicht mehr derselbe sein wie heute» (Stéphane Rossini, Direktor BSV). Es ist deshalb wichtig, dass wir alle zusammenarbeiten, um neue Perspektiven zu entwickeln und den Assistenzbeitrag zu verbessern – einen sozialen Fortschritt und eine Errungenschaft, für die wir uns auch weiterhin einsetzen werden.

An der von Pro Infirmis organisierten Konferenz wurde deutlich: Der Assistenzbeitrag ist ein wichtiger Meilenstein für die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen – aber es gibt noch grosses Verbesserungspotenzial.

Wir von Pro Infirmis bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmenden für ihre Anwesenheit und ihren Beitrag zu einer gelungenen Konferenz.

Mehr dazu: 

Konferenz 10 Jahre Assistenzbeitrag

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