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Ponto: Neues Angebot unterstützt psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder

Eltern entlasten, Kindern neue Erfahrungen ermöglichen – das neue Projekt Ponto hilft Familien mit psychischen Problemen. Gesucht werden nun interessierte Familien und freiwillige Patinnen und Paten aus dem Raum Zürich.

Kinder von psychisch kranken Eltern werden in psychiatrischen Kontexten oft übersehen. Es gibt kaum unterstützende Angebote für sie. In diese Lücke springen nun Espoir und Pro Infirmis Zürich mit einem neuen Angebot: Das Projekt Ponto ermöglicht Patenschaften für Kinder psychisch erkrankter Eltern.

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Kontakt

Pro Infirmis
Kantonale Geschäfts- und Beratungsstelle Zürich

Hohlstrasse 560
8048 Zürich

058 775 25 25

Häufig leiden Kinder von psychisch erkrankten Eltern stark mit ihrer beispielsweise traumatisierten Mutter oder ihrem depressiven Vater. Studien zeigen: Diese Kinder sind besonders gefährdet, im Laufe ihres Lebens selbst psychisch zu erkranken. Ihre Verletzlichkeit kann sich in emotionalen Problemen zeigen oder  darin, dass diese Kinder schon früh Aufgaben ihrer Eltern übernehmen. Je länger eine Erkrankung der Eltern dauert, desto mehr unterstützende Kontakte ausserhalb des engsten Familienkreises fallen weg.

Hier setzt «Ponto» an, das neue Angebot von Espoir und Pro Infirmis Zürich. Ponto bedeutet in der internationalen Sprache Esperanto „Brücke“. Genau das ist das Ziel von Ponto:

 

Brücken bauen, Hindernisse überwinden, Verbundenheit schaffen.


Kinder von 4 bis 15 Jahren von psychisch belasteten Eltern verbringen einen halben Tag pro Woche mit einer freiwilligen Patin oder einem freiwilligen Paten aus ihrer Umgebung. Dort erfahren sie einen anderen Alltag und knüpfen neue Kontakte. Im Gegenzug gewinnen die Eltern eine Pause von Erziehungsaufgaben und ein paar Stunden Zeit, um sich der eigenen Genesung widmen zu können. Das freiwillige Engagement der Patinnen und Paten fördert eine persönliche Beziehung zu den Kindern. Sie stehen im Mittelpunkt der Einsätze.

Espoir und Pro Infirmis Zürich kooperieren für die Patenschaften für Kinder psychisch erkrankter Eltern,weil sich die Kompetenzen und Erfahrungen der beiden Organisationen Espoir und Pro Infirmis perfekt ergänzen: Espoir greift bei der Auswahl und dem Coaching der freiwilligen Patenfamilien auf sein Fachwissen in der Begleitung von Pflegefamilien zurück. Pro Infirmis Zürich ist erste Anlauf- und Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung – darunter auch zahlreiche Eltern mit psychischen Erkrankungen. Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat die Projektentwicklung als unabhängige Stelle begleitet.


Das Projekt Ponto ist im August 2019 als dreijähriges Pilotprojekt gestartet. Nun suchen wir im Raum Zürich Familien, die von psychischen Belastungen betroffen sind sowie freiwillige Patinnen und Paten.

Mehr Informationen auf der Webseite des Projekts:

www.ponto.ch


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